Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. Februar 2019, Nr. 46
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28.05.2011 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Über Carla del Ponte

Reinhard Jellen
Einen guten Plot für einen Politjustiz-Thriller gibt das Buch »Im Namen der Anklage« der ehemaligen Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes Carla del Ponte ab. Warum war sie für ihr Amt geradezu prädestiniert? »Wie jeder gebildete Europäer wußte ich aus Schulbüchern das ein oder andere über Jugoslawien sowie aus Zeitungs- und Fernsehberichten vor allem während des Kroatien- und Bosnienkrieges.« Auch gibt sie wertvolle Hinweise, wie das Haager Kriegsverbrechertribunal politisch instrumentalisiert wurde.

In ihrem Buch schildert sie die Ermittlungen und Verfahren im Rahmen der Gerichtsprozesse zu den »Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien« und des »Völkermords in Ruanda«. Während sich bei den Schilderungen über das Tribunal zum Kosovo-Krieg der Eindruck aufdrängt, daß hier einiges ausgespart wird, plaudert sie beim Ruanda-Prozeß relativ offenherzig darüber, wie sehr das Tribunal zum Spielball westlicher Regierungen (vornehmlich der der US...

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