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29.04.2000 / Ausland / Seite 0

Saigon ist frei!

30. April 1975: Eine Supermacht gerät in Panik

Rainer Werning

Das hatte es in der jüngeren Geschichte noch nie gegeben. Vor einem Vierteljahrhundert, am 30. April 1975, geriet eine Supermacht in Panik: Ihr diplomatisches Corps und ein Troß vietnamesischer Lakaien rauften sich auf dem Dach der US- Botschaft in der südvietnamesischen Hauptstadt Saigon um die letzten Helikoptersitze in die Freiheit. So überstürzt die Evakuierung eines gedemütigten Uncle Sam verlief, so diszipliniert marschierten gleichzeitig die siegreichen Verbände der Nationalen Befreiungsfront (FNL) in die Stadt ein - die spätere Ho-Chi-Minh-City. Hätten die großen Amerikaner auf ihren kleinen NATO-Verbündeten Frankreich gehört und sorgfältig dessen Debakel in Dien Bien Phu studiert, wo die frühere Kolonialmacht bereits 1954 eine herbe Niederlage im Kampf gegen die von Ho Chi Minh und seinem genialen Strategen, General Vo Nguyen Giap, geführten vietnamesischen Widerstandskämpfer einstecken mußten, wäre auch ihnen selbst großes Leid erspart geblieben...

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