24.05.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Direktiven aus Paris

Französischer Schienenfahrzeugbauer Alstom will im Werk Salzgitter 700 Beschäftigte auf die Straße setzen. Betriebsrat macht Gegenvorschläge und mobilisiert zum Protest

Herbert Wulff
Beim Schienenfahrzeughersteller Alstom in Salzgitter stehen die Zeichen auf Konflikt. Die französische Konzernspitze droht mit Entlassungen und fordert weitreichende Eingriffe in den Tarifvertrag. Betriebsrat und IG Metall reagieren empört und mobilisieren zum Protest: Am morgigen Mittwoch will die Belegschaft gemeinsam mit Kollegen anderer Betriebe der Region und mit Delegationen aus den deutschen Alstom-Standorten auf die Straße gehen. Die Beschäftigtenvertretung will eine Vereinbarung zur Standortsicherung und zum Ausschluß von Kündigungen durchsetzen. Im Gegenzug bietet sie eine Flexibilisierung bei Schichtzeiten und Arbeitsorganisation an.

Anfang vergangener Woche hat das Alstom-Management ein »Angebot« vorgelegt: Statt der geplanten 700 sollen »nur« 300 Arbeiter entlassen werden. Für dieses vermeintliche Zugeständnis sollen die verbleibenden 2400 Beschäftigten aber drastische Kürzungen hinnehmen. Die Wochenarbeitszeit soll von 35 auf 40 Stunden ver...

Artikel-Länge: 5548 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe