Gegründet 1947 Freitag, 29. Mai 2020, Nr. 124
Die junge Welt wird von 2295 GenossInnen herausgegeben
19.05.2011 / Inland / Seite 8

»Sie können die Radikalität des Staates nicht verstehen«

Haftgrund: Aufenthaltsort. Perspektive: Abschiebung. Thüringer Flüchtlingsrat fordert öffentliche Debatte. Ein Gespräch mit Andreas Kewes

Gitta Düperthal
Andreas Kewes ist Beisitzer im Vorstand des Thüringer Flüchtlingsrats und Mitglied der Abschiebehaftgruppe Thüringen

Am heutigen Donnerstag diskutiert die Thüringer Abschiebehaftgruppe in einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema »Abschiebehaft – eine notwendige Zwangsmaßnahme?« Was ist Ihr Anliegen?

Wir wollen das Thema Abschiebehaft ins öffentliche Bewußtsein rücken. Auffallend ist bei Diskussionen über Migration: Immer wird über Zuwanderung gesprochen – die prekäre und persönlich ungeheuer dramatische Situation der Betroffenen wird meist ausgeblendet. In Thüringen wird die Abschiebehaft als Mittel zur Durchsetzung der restriktiven Migrationspolitik in einer regulären Justizvollzugsanstalt durchgeführt. Das kritisieren viele Gruppen, die sich für Flüchtlinge engagieren. Grundsätzlich ist fragwürdig, inwieweit Abschiebehaft als Freiheitsentzug überhaupt legitim ist – im Rahmen des ganz normalen Strafvollzugs ist dies noch problematisch...

Artikel-Länge: 4617 Zeichen

Dieser Beitrag gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Bitte tragen auch Sie mit einem Onlineabo dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €