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14.05.2011 / Ausland / Seite 7

Faschisten machen Jagd auf Migranten

Medien rechtfertigen Übergriffe in Athener Altstadt mit »Ausländerkriminalität und Überfremdung«

Heike Schrader, Athen
Bullen, Fernsehen, Neonazis arbeiten zusammen«, lautete eine der Parolen, die am Donnerstag abend in Athen von etwa 4000 Demonstrierenden skandiert wurde. Zahlreiche linke Organisationen und autonome Gruppen reagierten damit auf das brutale Vorgehen der Polizei während der Generalstreiksdemonstration am Mittwoch. Dabei war der 30jährige Giannis K. von Polizeischlägen lebensgefährlich am Kopf verletzt worden.

Auch am Donnerstag kam es wieder zu Übergriffen. Diesmal allerdings nicht von der Polizei, sondern von Neonazis. Hundert Meter entfernt von der Protestroute machten Hunderte Mitglieder der rechtsradikalen Organisation Chrisi Avgi (Goldene Morgendämmerung) im Athener Stadtzentrum Jagd auf Migranten. Mindestens 15 Menschen mußten mit Schlag- und Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Außerdem attackierte der Mob Geschäfte von Einwanderern sowie ein seit über einem Jahrzehnt von Autonomen besetztes Haus im Zentrum der Stadt. Bereits am Vorta...

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