12.05.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Des Elends überdrüssig

In Swasiland verteidigt Monarch Miswati III. unerträgliche Verhältnisse mit brutaler Repression gegen ein zunehmend aufsässiges Volk

Raoul Rigault
Seit jeher fürchten die Herrschenden die Ansteckungsgefahr von Revolten und Revolutionen. Zu Recht, denn die Ausstrahlungskraft der Aufstände im arabischen Raum reicht bis an die Südspitze Afrikas. Unter dem Eindruck des Sturzes der Diktaturen in Ägypten und Tunesien erlebte das zwischen Moçambique und der Republik Südafrika gelegene Königreich Swasiland vom 12. bis 14. April, weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit, einen veritablen Volksaufstand. Nur durch den rücksichtslosen Einsatz von Polizei und Militär gegen die von Arbeiterorganisationen, Lehrerverbänden und Jugendgruppen getragenen Proteste konnte die Bewegung für den Moment erstickt werden. Nach der kollektiven Verhaftung der Gewerkschaftsführung, während der Beratungen über die weitere Strategie, fordert die Swaziland Federation of Labour, bislang erfolglos, Sanktionen der internationalen Gemeinschaft gegen das Regime von König Miswati III.

Angesichts der unerträglichen Verhältnisse i...

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