11.05.2011 / Antifa / Seite 15

Unbelehrbare ungestört

Wo die Zeit Urlaub macht: Im oberbayerischen Bad Reichenhall trafen sich erneut Alt- und Neonazis zu Gedenkfeier. Antifaschisten wollen diese Tradition beenden

Frank Brendle
Im traditionsbewußten Bad Reichenhall wird der 8. Mai bis heute nicht als Tag der Befreiung vom Faschismus begangen: Unter dem Schutz der Polizei versammelten sich dort auch am Sonntag wieder rund 80 Alt- und Neonazis zu ihrer jährlichen Waffen-SS-Gedenkfeier. Die vom NPD-Kreisvorsitzenden Uwe Brunke angemeldete »Privatveranstaltung« war Angehörigen der SS-Division »Charlemagne« gewidmet, einer Einheit aus französischen Freiwilligen, die auf Seiten der Nazis kämpften. Zwölf von ihnen wurden am 8. Mai 1945 in dem oberbayerischen Kurort von Landsleuten erschossen.

An Proteste aus der »Zivilgesellschaft« gegen dieses Treffen Ewiggestriger ist in der Gemeinde nicht zu denken. Die Feier sei doch »bislang immer unproblematisch verlaufen«, heißt es aus der Polizeipressestelle. Nur ein Bündnis aus Antifagruppen aus Oberbayern, Salzburg und Tirol mit dem programmatischen Namen »rabatz« fordert: »Wegschauen und Verschweigen helfen nicht weiter, Neonazis und rechte...

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