06.05.2011 / Thema / Seite 10

Bomben vom Bewährungshelfer

Hintergrund: Der Krieg der NATO gegen Libyen hat eine zehnjährige Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Westen und Tripolis ohne erkennbare Gründe zerstört

Knut Mellenthin
Ist Friedensnobelpreisträger Barack Obama fast so schlimm wie George W. Bush? Oder ist er genauso übel? Die Antwort wird immer deutlicher und eindeutiger: Der amtierende Präsident der USA ist, was die Aggressivität seiner Außenpolitik angeht, noch brutaler als sein Vorgänger.

Erstens: Falls die amerikanischen Streitkräfte– derzeit sind es immer noch 50000 Soldaten– wirklich zum Jahresende aus dem Irak abgezogen werden, hätte Obama lediglich ein Abkommen buchstabengetreu eingehalten, das von der Bush-Administration in den letzten Monaten ihrer Amtszeit ausgehandelt und unterzeichnet wurde. Indessen setzen die Leute des Präsidenten, allen voran sein Verteidigungsminister Robert Gates, alles daran, um die Regierung in Bagdad zu einer längeren, praktisch zeitlich unbegrenzten Duldung amerikanischer Truppen und Militärstützpunkte zu erpressen.

Zweitens: Die Erzwingung eines Sieges über die afghanischen Aufständischen hatte der jetzige US-Präsiden...



Artikel-Länge: 21093 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe