Gegründet 1947 Freitag, 22. März 2019, Nr. 69
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05.05.2011 / 73 / Seite 15

»Er weiß, daß er über sich nachdenkt«

Über neoliberale Hirnforscher im allgemeinen und das Hirn Gerhard Roths im besonderen. Ein Gespräch mit Alexander Braidt

Reinhard Jellen
Alexander Braidt, Privatgelehrter aus München, hat im Oktober bei Pahl-Rugenstein eine »Streitschrift zum Menschenbild der jüngeren Hirnforschung« mit dem Titel »Bewußtsein. Der Abgrund zwischen Mensch und Tier« veröffentlicht (355 S., 26 Euro)

Sie schreiben in Ihrem aktuellen Buch, daß Geistes- und Naturwissenschaften in bezug auf das Bewußtsein konträre Positionen vertreten. Welche sind das?

Die Philosophie hat seit Kant und Hegel keine überzeugenden Aussagen über die Welt mehr hervorgebracht, während die Naturwissenschaft mit immer neuen, aufregenden Teilergebnissen glänzen kann. Gibt es seit Marx – der genau aus diesem Grund die Philosophie überwand und zum akribischen Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaftler mutierte – einen einzigen Philosophen, der über Zeitgeist und Mode hinaus eine einzige, belastbare Aussage zur Wirklichkeit gemacht hätte? Husserl, Heidegger, Jaspers, Sartre usw.: Stets blieb es beim wilden Spekulieren über die ...

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