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19.04.2000 / Feuilleton / Seite 0

Studiengebühren international - unsozial

Wer denkt, daß Studiengebühren nur hierzulande ein Thema sind, irrt

Sören Bronsert

Studiengebühren seien im »internationalen und europäischen Kontext üblich«. Deutschland könne sich diesem »Anpassungsdruck nicht länger entziehen, wenn es auf internationaler Bühne mitspielen will«. So die häufigsten Argumente von Befürwortern von Studiengebühren.

Vorzugsweise wird das »australische Modell« zitiert, welches angeblich besonders sozialverträglich ausgestaltet sei. Das System ist simpel: Seit 1989 zahlen die australischen Studierenden ein Viertel der Kosten ihres Studienganges selbst. Die Zahlung der Gebühren greift erst ab einem nach Studienabschluß erzielten Mindesteinkommen. Die Folge ist, daß inzwischen bereits Sozialhilfeempfänger zur Kasse gebeten werden. Wer das ausreichende Kapital besitzt, die Gebühren vor dem Studium zu bezahlen, wird mit einem Rabatt von 25 Prozent belohnt. Bei genauer Betrachtung werden also nicht die sozial Schwachen entlastet, sondern diejenigen, für die die Höhe der Gebühren kein Studienhindernis darstellt.

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