14.04.2000 / Ausland / Seite 0

Robert Mugabe zieht die Fäden

Simbabwe: ZANU-Regierung fährt harten Kurs gegen MDC- Opposition. Über 1 000 Farmen besetzt

Roswitha Reich, Harare

Nach der formellen Auflösung des Parlaments am Dienstag in der Hauptstadt Harare sind in Simbabwe nun endgültig die Weichen für Neuwahlen gestellt worden. Obwohl Präsident Mugabe Mitte Mai als Termin genannt hat, wird auf Juli als Monat der Abstimmung spekuliert. Das Gesetz erlaubt eine Periode von vier Monaten.

Als letzte Amtshandlung hatte das Ein-Parteien-Parlament, in dem von 150 Abgeordneten 147 zur regierenden ZANU (PF) gehörten, der kontrovers dikutierten Verfassungsänderung zur entschädigungslosen Enteignung weißer Landwirte zugestimmt. Da diese Klausel in der bei dem Referendum vom Februar abgelehnten neuen Verfassung enthalten war und damit eigentlich als vom Volke abgelehnt gelten sollte, rief Präsident Mugabe am Tage vor der Abstimmung erstmalig in der zwanzigjährigen Geschichte Simbabwes überhaupt die Abgeordneten im ZANU- Hauptquartier von Harare zusammen, um sie auf ein »Ja« einzuschwören. Es kam trotzdem nicht einstimmig, reichte aber mit 1...

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