Der Schwarze Kanal
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12.04.2011 / Inland / Seite 8

»In der Türkei droht ihm unmenschliche Behandlung«

In München soll ein politisch aktiver Kurde abgeschoben werden. Eine Kundgebung dagegen findet heute statt. Ein Gespräch mit Ben Rau

Gitta Düperthal
Ben Rau ist Aktivist der ­Karawane München

Der Kurde Mehmet Hanifi Bulu befindet sich bereits seit zwei Wochen in der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim im Hungerstreik, weil er in die Türkei abgeschoben werden soll. Weshalb greift er zu diesem drastischen Mittel, was hat er nach seiner Abschiebung dort zu befürchten?

Herr Bulu war bereits in der Türkei jahrelang politisch im Umfeld der PKK aktiv und hat sich für die Freiheit der Kurden eingesetzt. Er ist bereits vor 21 Jahren nach Deutschland geflohen und hat in dieser Zeit in München gelebt, wo er sich ebenfalls in kurdischen Vereinen engagierte. Wegen seiner Nähe zur PKK droht dem 51jährigen im Fall seiner Abschiebung, daß die türkischen Behörden ihn foltern. Nach Paragraph 60, Absatz 2, des Aufenthaltsgesetzes darf er danach ganz klar nicht abgeschoben werden.

Warum versucht die Ausländerbehörde München trotzdem, ihn abzuschieben?

Das ist eine verzwickte Geschichte, der Grund dafür liegt schon l...

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