02.04.2011 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Im Hotel am Rand der Welt

Fauna, Flora, Denkmale – unterwegs in der ehemaligen portugiesischen Kolonie Guinea-Bissau zwischen ­revolutionärer Geschichte und sozialer Wirklichkeit

Heike Geisweid und Heinz-Jürgen Schneider
Bissau? Von diesem Zielort hat die freundliche Frau am Flughafenschalter noch nicht gehört. Doch dann stellt sie die Flugdokumente zusammen, und kurze Zeit später starten wir in Richtung westafrikanische Atlantikküste. Tatsächlich ist die Hauptstadt ebenso wie das Land, die Republik Guinea-Bissau, für sehr viele Menschen »terra incognita« – unbekanntes Gebiet. Ein Staat von der Größe der Schweiz und mit weniger Bewohnern als Hamburg – nur gut 1,5 Millionen Menschen leben dort. Keine Bodenschätze, wenig Medienberichte, kaum Tourismus, das Berliner Außenministerium hat dort keine Botschaft.

Auch auf der politischen Landkarte ist Guinea-Bissau ein weißer Fleck. Doch da war mal was. Die von Amilcar Cabral gegründete Befreiungsbewegung PAIGC (Afrikanische Partei für die Unabhängigkeit von Guinea und Kap Verde) errang nach langem bewaffnetem Kampf und schließlich auch unter dem Eindruck der portugiesischen »Nelkenrevolution« 1974 die offizielle Una...

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