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01.04.2011 / Feminismus / Seite 15

Zwischen Tradition und Aufbruch

Kurdischer Frauenkulturtag im Hamburger Museum für Völkerkunde zeigt eine Gesellschaft im Wandel

Claudia Wangerin
Kurdische Frauen tauchen in deutschsprachigen Medien häufig als Opfer einer Gewaltkultur auf. Zwangsheirat, fehlende Bildung und Ehrenmord sind verbreitete Assoziationen. Seltener wird hierzulande über die Selbstorganisierung kurdischer Frauen berichtet. Dabei hat sich seit Beginn des kurdischen Befreiungskampfes im Südosten der Türkei die größte Frauenbewegung des Nahen und Mittleren Ostens entwickelt. Sie ist dort wesentlicher Bestandteil der basisdemokratischen Bewegung und arbeitet eng mit der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) zusammen, die in vielen Kommunen die stärkste Partei ist, in allen wichtigen Gremien eine Frauenquote von 40 Prozent hat und zahlreiche Bürgermeisterinnen stellt. Eine Orientierung an »westlichen Werten« ist dabei nicht ihr Programm: »Wenn eine Bewegung eine neue, fortschrittliche Kultur entwickeln will, muß sie prüfen, welche Elemente der traditionellen Kulturen erhalten werden sollen und welche radikal bekämpft werden mü...

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