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31.03.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

König der Armen

In Marokko führt Mohammed VI. das Land wie seinen Privatkonzern. Doch eine sich ständig vertiefende soziale Kluft sorgt für Bewegung

Raoul Rigault
Das Land sei stabil, der König beliebt, lautete das Fazit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) Anfang März im Hinblick auf Marokko. Mit »Revolten« wie in Ägypten und Tunesien sei im westlichen Mahgreb-Staat nicht zu rechnen. Der 47 Jahre alte Monarch selbst scheint davon nicht ganz so überzeugt. Um seine Untertanen ruhig zu halten, verdoppelte Mohammed VI. kurz nach den ersten Eruptionen in den Nachbarländern die Subventionen für Grundnahrungsmittel und Kochgas. Darüber hinaus rief er einen Wirtschafts- und Sozialrat ins Leben, dessen Experten das »marokkanische Modell« reformieren und einen neuen Gesellschaftsvertrag ausarbeiten sollen, der auch für den notwendigen ideologischen Kitt sorgt.

Billiglohnland

Trotzdem kam es seit dem 20. Februar zu mehreren, teilweise recht militanten, landesweiten Protesten, die via Internet von einem Bündnis aus frisch entstandenen Jugendgruppen und linken Organisationen initiiert wurden. Die Gründe dafür unterscheide...

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