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30.03.2011 / Ausland / Seite 6

Vierter Hinrichtungstermin für Troy Davis?

Oberstes US-Gericht erkennt auf »nicht unschuldig«: Wiederaufnahmeverfahren gescheitert

Jürgen Heiser
Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen den Todeskandidaten Troy Davis am Montag endgültig abgelehnt. Damit könnte nun im US-Bundesstaat Georgia gegen den 1991 wegen Mordes an dem weißen Polizisten Mark McPhail verurteilten Davis der vierte Hinrichtungstermin anberaumt werden. Unterstützt durch internationale Proteste hatte die Verteidigung dreimal die Aussetzung der Urteilsvollstreckung erreicht. Fürsprecher des heute 42jährigen Afroamerikaners waren neben Prominenten wie dem südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und Papst Benedikt XVI. auch das Europäische Parlament und Amnesty International.

Der Fall sorgt seit Jahren weltweit für Aufsehen. Davis hatte von Anfang an beteuert, es läge eine Verwechslung vor, er sei unschuldig. McPhail, der in der Tatnacht des Jahres 1989 in Savannah, Georgia, nebenberuflich als Parkplatzwächter arbeitete, war nach einem Streit mit drei jungen Männern erschossen worden...

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