23.03.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Mit dem »Warschauer Ghetto« in den Krieg

Wie der Grünen-Parlamentarier Daniel Cohn-Bendit und Exaußenminister Joseph Fischer für die Libyen-Angriffe mobil machen

Rüdiger Göbel
Führende NATO-Staaten führen Krieg gegen Libyen, und Deutschland macht offiziell nicht mit. Nicht wenige beklagen hierzulande, die Bundesregierung habe mit der Enthaltung bei der Ermächtigungsresolution im UN-Sicherheitsrat die BRD international isoliert – und ignorieren dabei geflissentlich, daß es international mehr Kritiker als Unterstützer der Luftangriffe auf das nordafrikanische Land gibt. Je lauter die Forderungen nach einem Bombenstopp werden, dester härtere Geschütze fahren die Kriegsbefürworter auf. Im Zweifelsfall werden historische Analogien aus der Zeit des Faschismus bemüht. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europaparlament, Daniel Cohn-Bendit, etwa wettert im Interview mit Spiegel online gegen die deutsche Kriegsabstinenz. »Warum fällt es uns in Deutschland so schwer einzusehen, daß man den Revolutionären in Libyen helfen mußte– weil insbesondere in Bengasi ein Blutbad drohte?« Und dann weiter: »Jeder kennt doch die Bilder ...

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