11.03.2011 / Feuilleton / Seite 12

Von schlagender Plausibilität

Jetzt mal en detail: Die Dissertation des Musikwissenschaftlers Dietmar Elflein ist nicht weniger als die analytische Ehrenrettung des Heavy Metal

Frank Schäfer
Heavy Metal hat längst die Universitäten erreicht. Während sich in der Vergangenheit vor allem Soziologen und Kulturwissenschaftler über diese relativ deutlich sichtbare, mit ihren schweren Zeichen und festen Ritualen gut beschreibbare Subkultur beugten, machte die Musikwissenschaft in der Regel einen großen Bogen um das Genre. Vor allem wohl weil der schlechte Ruf, der diese Musik von Anfang an begleitete, sich vor die Realität stellte und man sie einer eingehenden Analyse folglich nicht für wert erachtete. Wenn man sich tatsächlich mal mit dem Eigentlichen auseinandersetzte, der musikalischen Form, kaprizierten sich die Forscher in der Regel auf das Solospiel der Heldengitarristen Ritchie Blackmore, Eddie Van Halen, Rhandy Rhoads, Yngwie Malmsteen etc. Hier konnte man sich auf der sicheren Seite wähnen, denn hier war Virtuosität allemal erwartbar.

Dietmar Elflein leistet also wirklich einmal Pionierarbeit, wenn er in seinem Buch »Schwermetallanalysen. ...

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