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10.03.2011 / Ausland / Seite 7

Krisenprovinz Jonglei

Südsudan: Hunderte Tote bei bewaffneten Kämpfen am Weißen Nil. SPLA-Abtrünnige kontra SPLA-Regierungstruppen. Elende Lage der zurückkehrenden Flüchtlinge

Raoul Wilsterer
Die Jubelfeier nach dem Unabhängigkeitsreferendum im Südsudan ist Geschichte, auch wenn sie erst fünf Wochen zurückliegt. Was die Zukunft dem neuen Staat, der sich am 9. Juli offiziell gründen und damit endgültig von der Republik Sudan abspalten will, bringen wird, steht in den Sternen. Zwar gab es in der Vergangenheit auch optimistische Stimmen, nach denen der Ölreichtum den achteinhalb Millionen Einwohnern sozialen Fortschritt – vor allem: Bildung, saubere Nahrung und ein Gesundheitswesen – bringen könnte. Doch derzeit scheinen eher die Skeptiker recht zu bekommen, die Nordostafrika – nach Somalia – einen zweiten »Failed State« namens »Südsudan« voraussagten: Allein in den vergangenen drei Wochen starben bei Massakern und Kämpfen mindestens 400 Menschen, darunter nach übereinstimmenden Agenturberichten etwa 150 am Sonntag.

Jonglei heißt die erste, an Äthiopien grenzende Krisenprovinz innerhalb des Krisenstaats in spe. Hier stehe...

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