09.03.2011 / Ansichten / Seite 8

Quote statt Equal Pay

Einsatz für 0,001 Prozent der Frauen

Jana Frielinghaus
Die Quotierung in Konzernvorständen und -aufsichtsräten bestimmt die offizielle politische Debatte dieser Tage in der BRD, wenn es um Frauenrechte geht. Eine merkwürdige Prioritätensetzung angesichts dessen, daß die übergroße Mehrheit der Frauen hierzulande eher das Problem hat, von der eigenen Erwerbstätigkeit nicht leben zu können oder gar nicht erst eine solche abzubekommen, weil es im Westen der Republik nach wie vor kaum Betreuungsangebote für Klein- und Grundschulkinder gibt. Oder daß sogenannte Frauenberufe überwiegend schlechter bezahlt werden als typische »Männerberufe«. Doch wenn es um gesetzlichen Mindestlohn oder um die Durchsetzung des sogenannten Equal-Pay-Prinzips, also des Grundsatzes »gleicher Lohn für gleiche Arbeit«, geht, belassen es Bundesregierungen, unabhängig vom Parteibuch, bei Appellen und freiwilligen Vereinbarungen.

Für Linke dürfte die Quote in den DAX-Vorständen angesichts der kapitalismustechnisch dort herrschenden Zwänge n...

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