09.03.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Regeln für Schrottplatz

Neues Urteil: Bangladeschs Schiffsabwracker dürfen weitermachen. Richter verordnen der Branche jedoch Sicherheits- und Umweltschutzauflagen

Thomas Berger
Die Kulis von Chittagong können weiterschuften, der größte Schiffsfriedhof der Welt bleibt vorerst in Betrieb. Dennoch haben Bangladeschs Umweltverbände am Montag vor dem zweithöchsten Gericht des Landes erneut einen wichtigen Teilsieg gegen die Abwrackmafia errungen. Zwar ruderte die zuständige Kammer des High Court diesmal gegenüber früheren Urteilen zugunsten der Verschrottungsindustrie zurück, zugleich aber legten die Richter Wert darauf, Schutzmaßmaßnahmen für die Beschäftigten beim Zerlegen von ausgedienten Ozeanriesen genauer als je zuvor zu bestimmen. Wie schon bei den vorangegangenen Urteilen (jW berichtete) wird das Parlament ausdrücklich aufgefordert, die Gesetzeslage auf einen aktuellen Stand zu bringen.

Von einer generellen Schließung der Abwrackunternehmen ist keine Rede mehr. In dieser Hinsicht dürfen die Eigentümer der Firmen, die ausrangierte Luxusliner, Frachtschiffe und Tanker auseinanderbauen, das Urteil als Sieg für sich verbuchen. N...

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