05.03.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Irland an der Kette

Staatsgarantie für private Zockerbanken: Zwar konnte die Pleite mit Geldern von IWF und EU abgewendet werden. Doch die »Rettung« ist unbezahlbar

Rainer Rupp
Die Überraschung war groß: Irlands Wirtschaft sei in einer viel schlimmeren Verfassung, als man ihnen zuvor in der Opposition mitgeteilt hatte. Das erklärten Vertreter der beiden größten Parteien des Landes, Fine Gael und Labour, die nach den Wahlen im Februar derzeit Koalitionsverhandlungen führen. Die Einweisung durch Finanzministerium und Zentralbank sei ein »ernüchternder« Prozeß gewesen, bekannte Labour-Finanzexpertin Joan Burton am Donnerstag. Und der designierte Finanzminister Michael Noonan von Fine Gael warf der abgewählten Regierung vor, einige wichtige Fakten vor der Opposition versteckt gehalten zu haben. Laut der US-Wirtschaftsagentur Dow Jones Newswire handelt es sich dabei um »Schlüsselprobleme« bezüglich der Liquidität und des Kapitalbedarfs der irischen Banken.

Gemäß dem jüngsten Finanzabkommen mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) – beide stellen 67,5 Milliarden Euro zur »Rettung« Dublins vor dem Staatsbankrott be...

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