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03.03.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Ich halte das für hochgradig zynisch«

Die Private-Equity-Branche sieht eine rosige Zukunft für Firmenaufkäufe. Internationale Tagung in Berlin. Gespräch mit Jutta Sundermann

Ralf Wurzbacher
Jutta Sundermann ist Mitglied im Koordinierungskreis des globalisierungskritischen Netzwerks ATTAC

Noch bis Donnerstag tagen in Berlin die weltweit führenden Finanzinvestoren und sind dabei bester Stimmung: Die Zukunft für Firmeneinkäufe sei rosig und die Krise abgehakt, heißt es. Wie konnte sich die Private-Equity-Branche so rasch erholen?

Die Zeit, als niemand mehr irgendwem Kredite geben wollte, war kurz und heftig. Das Geschäftsmodell der Heuschrecken basiert ja im wesentlichen darauf, sich massenhaft Geld zu leihen und Firmenübernahmen auf Pump zu finanzieren. Mittlerweile haben die Banken wieder viel Geld zur Verfügung, und um die Liquidität der Fonds steht es bestens. Allerdings gibt es momentan – zumindest in Deutschland – nicht genügend Milliardendeals, in die man das Geld stecken könnte.

Wird also wieder in großem Stil gezockt, auch mit den Steuergeldern, die den Banken hinterhergeworfen wurden?

Das auch, entscheidend sind aber die v...

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