Der Schwarze Kanal
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23.02.2011 / Inland / Seite 5

Erster Warnschuß

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer legte für zwei Stunden fast den gesamten Fern- und Regionalverkehr lahm. Urabstimmung für reguläre Streiks gestartet

Rainer Balcerowiak
Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will, heißt es im 1863 von Georg Herwegh verfaßten Bundeslied des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Am Dienstag konnte man diese Parole durchaus wörtlich nehmen. Lokführer in allen Teilen Deutschlands folgten dem Aufruf ihrer Gewerkschaft GDL zu einem zweistündigen Warnstreik. Der Fern- und Regionalverkehr wurde zwischen sechs und acht Uhr weitgehend lahmgelegt. Betroffen war ferner der Güterverkehr bei der DB-Tochter Schenker Rail. Auch die S-Bahnen stellten in mehreren Großstädten wie z.B. Stuttgart, Hamburg, Dresden und Berlin sowie in der Rhein-Ruhr-Region den Betrieb ein. Nach dem Ende der Aktion kam es noch bis in den Nachmittag hinein zu weiteren Ausfällen und Verspätungen, da viele Züge erst wieder zu ihren Einsatzpunkten gefahren werden mußten.

Bestreikt wurden nicht nur die Deutsche Bahn und ihre Tochterunternehmen, sondern auch die G6 genannte Gruppe der großen privaten und nichtbundeseige...

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