Der Schwarze Kanal
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23.02.2011 / Ausland / Seite 7

Strom nur für Regierung

Iraker haben das Leben in Elend und Armut satt. Proteste gegen Arbeitslosigkeit, schlechte Versorgung, hohe Lebensmittelpreise und Korruption

Karin Leukefeld, Damaskus
Seit dem 16. Februar, offenbar inspiriert von den erfolgreichen Aufständen in Tunesien und in Ägypten, sind Tausende Iraker gegen Arbeitslosigkeit, schlechte Grundversorgung, Korruption und hohe Lebensmittelpreise in Aufruhr. Sie protestieren zudem gegen Menge und Qualität von Lebensmittelrationen, die bedürftige Familien erhalten. Ursprünglich enthielt das monatliche Paket Reis, Zucker, Speiseöl, Mehl, Milch, Tee, Bohnen, Kindermilch, Seife, Putz- und Waschmittel und Tomatenpaste. Die elf Produkte wurden Ende 2009 auf fünf reduziert. »Das ist keine Essensration, das ist Futtermittel« war auf einem der Transparente zu lesen, die bei den Protesten getragen wurden. »Wir sitzen auf einer Milliarde Tonnen Öl und haben nichts zu essen.«

Die Lebensmittelhilfe gibt es im Irak seit 1995, sie war damals Teil des UN-Programms »Öl für Nahrungsmittel«. Bis heute sind mehr als die Hälfte der 29 Millionen Iraker auf diese Hilfe angewiesen. Seit Jahren beklagen sie, da...

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