Gegründet 1947 Sa. / So., 21. / 22. September 2019, Nr. 220
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
23.02.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Irland steht im Regen

»Rettungsschirm« für Finanzkonzerne, Rechnung an Bevölkerung: Am Freitag wird auf der Insel gewählt, aber Alternativen sind nicht in Sicht

Richard Corell
Am Freitag wählt Irland ein neues Parlament. Hauptthema im Wahlkampf sind die irische Version der »Bankenrettung« und deren soziale Folgen. Zwei Wochen nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers hatte Finanzminister Brian Lenihan für die einheimischen Geldhäuser eine Staatsgarantie abgegeben. Im Zusammenspiel mit EU und den maßgeblichen Akteuren des westlichen Finanzkapitals versuchte Irlands Regierung so, die eingegangenen Risiken und zu erwartenden Verluste der Pleitebanken zu sozialisieren.

Die seit Jahrzehnten regierende neoliberale Fianna Fail Partei kommt in den Umfragen derzeit noch auf zwölf Prozent. Offensichtlich für viele Iren ist, daß sie mit der Staatsgarantie dem Land einen Bärendienst erwiesen hat. Lange vorher schon hatte Fianna Fail die erheblichen Rohstoffreserven Irlands (Öl, Gas, Zink, Kupfer usw.) für ein Butterbrot an multinationale Konzerne verkauft. Jetzt bewahrte die Partei in Regierungsverantwortung neben den i...

Artikel-Länge: 5704 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €