Der Schwarze Kanal
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23.02.2011 / Antifa / Seite 15

Der Glaube an ein Stückchen Vernunft

Die Hamburger Antifaschistin Elsa Werner feierte ihren 100. Geburtstag im »Polittbüro«

Birgit Gärtner
Jüdin und Kommunistin zu sein, das war nicht eben die beste Voraussetzung für ein sorgenfreies Leben, als Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde. Die Hamburgerin Elsa Werner war damals 22 Jahre alt und arbeitete in der KPD-Zentrale in Berlin. Am vergangenen Sonntag feierte sie ihren 100. Geburtstag im Hamburger »Polittbüro« .

Elsa Werner wurde von der Gestapo verhaftet, wegen Hochverrats angeklagt und zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. Später emigrierte sie mit ihrem Mann nach Polen, wo er nach dem Einmarsch der Deutschen ermordet und sie selbst nach Theresienstadt deportiert wurde. Dort erlebte sie am 8. Mai 1945 die Befreiung durch die Rote Armee.

Trotz Folter, Haft, Deportation, Verlust des Ehemannes und vieler Verwandter hatte die damals 34jährige nach der Befreiung 1945 ihren Optimismus nicht verloren. »Ich hatte die Vision eines gerechten, solidarischen Landes, eines friedliebenden Landes, frei von Antisemitismus, frei v...



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