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19.02.2011 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Wo sind Berichte derer, die in der Pogromnacht im Kino waren?«

Gespräch mit Michaela Melián. Über ihr preisgekröntes Hörspiel »Memory Loops«, Spuren des deutschen Faschismus im Alltag und die Band F. S. K

Matthias Reichelt
Michaela Melián (geb. 1956) studierte bildende Kunst und Musik in München. Sie ist Gründungsmitglied der Band F.S.K. und gleichzeitig als bildende Künstlerin, Solomusikerin und Komponistin tätig. Seit 2010 ist sie Professorin für zeitbezogene Medien an der »Hochschule für bildende Künste« in Hamburg.

Bereits in dem Hörspiel »Föhrenwald« aus dem Jahr 2005, für das Sie den angesehenen »Preis der Kriegsblinden« erhielten und das Sie auch als Ton-Dia-Show mit dem Kunstraum München konzipiert haben, thematisieren Sie den deutschen Faschismus und seine Opfer. 2008 haben Sie mit »Memory Loops« den von der Stadt München ausgeschriebenen Wettbewerb »Opfer des Nationalsozialismus – Neue Formen des Erinnerns und Gedenkens« gewonnen. Was motiviert Sie, sich mit dieser Zeit auseinanderzusetzen?

Zur Teilnahme am Wettbewerb 2008 für ein neues Denkmal in München wurde ich eingeladen, sicher auch wegen »Föhrenwald«. Allerdings ist »Föhrenwald« eine Arbeit, die ich o...

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