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16.02.2011 / Thema / Seite 10

Disharmonie an der Elbe

Hintergrund. Über den Bauskandal bei der Hamburger Elbphilharmonie

Ingo Böttcher
Hanseatische Zurückhaltung war gestern. Seit Hamburg vor knapp zehn Jahren in den »internationalen Wettbewerb der Metropolen« eingestiegen ist, darf es gern großspurig und pompös sein. Auch der alte Hamburg-Untertitel »Tor zur Welt«hat ausgedient. Mit dem vom CDU-geführten Senat verordneten Leitbild der »wachsenden Stadt« strebt Hamburg seit 2002 offiziell nach mehr »Attraktivität und Bekanntheit«, will seine »Strahlkraft ausbauen« und sich als »internationales Markenzeichen« neu entwickeln.

Das wichtigste Vehikel der Botschaft von Hamburgs aufgemotzter Weltgeltung wächst derzeit stetig in den bleichen Himmel über der Elbe: Die Elbphilharmonie – Konzerthaus, Hotel und Luxusresidenz in der besten Uferlage, die die Stadt zu bieten hat. Doch auf dem Weg von der schicken Skizze der Baseler Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron zur Megabaustelle hat der Symbolwert des Projekts gelitten. Denn seine Kosten schießen durch die Decke: 77 Millionen ...

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