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08.02.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Reich und rückständig

In Algerien profitieren nur wenige vom Erdöl- und Erdgasreichtum des Landes. Mittel- und Unterschicht sind gespalten. Armee hat viel zu verlieren

Raoul Rigault
Für den 12. Februar hat die algerische Opposition zu einer Großdemonstration in der Hauptstadt Algier aufgerufen. Verlangt wird die Aufhebung des seit 1992 geltenden Ausnahmezustands, die Zulassung weiterer politischer Parteien und mehr Pressefreiheit. Trotz dieser recht zurückhaltenden Forderungen hat die Regierung des seit 1999 amtierenden Präsidenten Abdelaziz Bouteflika den Marsch verboten und ein hartes Vorgehen angekündigt. Der Potentat und seine Koalition aus der ehemaligen Befreiungsfront und späteren Staatspartei FLN, der RND und den gemäßigten Islamisten der MSP will Entwicklungen wie in Eurogypten und Tunesien offenbar im Keim ersticken. Dennoch nährt die ungebrochene Mobilisierung unter den Mächtigen vor Ort und in den westlichen Metropolen neue Eurongste vor »unkontrollierbaren Situationen«.

»Revolutionen können ungemütlich werden«, hatte Weltbankchef Robert Zoellick in einem Interview für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom Sonnabend fes...

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