02.02.2011 / Inland / Seite 8

»Natürlich war Kennedy in Berlin dienstlich unterwegs!«

BKA-Chef Ziercke hat im Innenausschuß des Bundestages zum britischen Polizeispitzel offenbar falsch ausgesagt. Ein Gespräch mit Matthias Monroy

Peter Wolter
Matthias Monroy ist Journalist und Mitarbeiter der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke

Der Fall des britischen Polizeispitzels Mark Kennedy, der auch in Deutschland eingesetzt wurde, wird in Kürze den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern beschäftigten. Vergangene Woche noch hatte der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, dem Bundestagsinnenausschuß erklärt, Kennedy habe aus Berlin »nicht berichtet«, er sei lediglich zur »Legendenbildung« dort gewesen. War er also »außer Dienst«?

Berlin war jahrelang Kennedys Hauptstützpunkt in Deutschland. Dort inszenierte er zahlreiche Freundschaften und nahm auch an Treffen teil. Er hat zugegeben, Beweismittel von dort mitgebracht zu haben. Fazit: Natürlich war Kennedy in Berlin dienstlich unterwegs! In Hamburg übrigens auch.

In Berlin hat Kennedy Ende 2007 am Rande einer Demonstration zum Erhalt von Hausprojekten eine für die Barrikade umfunktionierte Mülltonne angezündet. Wie sieht die Rechtslage hie...


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