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24.12.2010 / Feminismus / Seite 15

Männerhatz in Schweden?

Assanges Kondom-Leak: Debatte um Verfahren gegen Wikileaks-Gründer ventiliert antifeministische Phobien

Peter Steiniger
Wie jeder Mann weiß, ist Schweden eine einzige Falle. Denn auf schlechten Sex steht im Norden Kittchen: Nach dortigem Recht könne Nötigung oder Vergewaltigung bereits dann vorliegen, »wenn sich eine Frau nach dem Sex unwohl fühle oder ausgenutzt vorkomme«, verbreitete faz.net. Ein Leser von Springers Welt klagte mit Blick auf eine Klage gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange: »Wer schützt die Männer? Auch hierzulande gilt: Wenn zwei Frauen sich einig sind, hat vor Gericht kaum ein Mann eine Chance.«

Tatsächlich werden nach einer EU-Studie in Schweden pro Kopf 20mal so viele Vergewaltigungen angezeigt wie in Frankreich. Doch weniger als zehn Prozent der verhandelten Fälle münden in einer Verurteilung vor Gericht. Die Anzeigebereitschaft dürfte auch Ausdruck des relativ hohen Grades an Gleichstellung und ökonomischer Selbständigkeit der Frauen sein. Im Fall Assange hatten sich zwei Frauen an die Polizei gewandt, die er während einer Vortragsreise im August...

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