18.12.2010 / Titel / Seite 1

»Papa war voll eklig«

Wiglaf Droste
Eben noch von Focus zum »Mann des Jahres« ernannt und, leicht kryptisch, als »konservativer Erneuerer« gefeiert, muß sich Karl Theodor zu Guttenberg von seinen politischen Ambitionen verabschieden. Der Bundesverteidigungsminister wurde, von Maschinenpistolengarben durchsiebt, tot in seinem Haus aufgefunden. Seine beiden Töchter, acht und neun Jahre alt, sind voll geständig.

Es geschah nach der Kerner-Sendung. Karl-Theoder zu Guttenberg und seine Frau Stephanie, geborene Bismarck, sahen gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Nora-Jacqueline (9) und Sandra-Pascale (8, beide Namen geändert) den Auftritt des Ministers mit Kerner in Afghanistan an. Die Töchter waren müde und quengelten, sie wollten lieber ins Bett – schließlich müßten sie ja anderntags zur Schule. Doch die Eltern, strenge Konservative, blieben fest. Diese Sendung sei wichtig, schärften sie ihren Töchtern ein und rüttelten sie auch jedesmal wach, wenn eine der Kleinen übermüdet einschlief.

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