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17.12.2010 / Feminismus / Seite 15

Mensch und Frau bleiben

Nüchterne Analyse: Elisabeth Badinters Buch über die reaktionäre Glorifizierung der Mutterschaft und die damit verbundenen Schuldzuweisungen an »Pflichtvergessene«

Jana Frielinghaus
Es ist längst nicht das erste Buch zum Thema, das in der Bundesrepublik erscheint. Erinnert sei etwa an Iris Radischs »Die Schule der Frauen« oder Barbara Vinkens »Die deutsche Mutter. Der lange Schatten eines Mythos«. Beide setzten sich mit der hierzulande teilweise lange bestehenden und teilweise sich wieder verstärkenden Tendenz auseinander, Müttern berufliches und politisches Engagement auszureden – mit der Begründung, dies habe fatale Folgen für das Wohlergehen der Kinder.

Nun also Elisabeth Badinter, deren Werk »Der Konflikt. Die Frau und die Mutter« im Herbst in deutscher Übersetzung erschienen ist. Die französische Philosophin und Feministin ist zumindest in den alten Bundesländern keine Unbekannte. Schon mit ihrem 1981 erschienenen Buch »Die Mutterliebe« sorgte sie in der Bundesrepublik für Empörung. Der Grund: Sie widersprach der bis heute verbreiteten Ansicht, Mutterliebe sei etwas instinktiv und automatisch Vorhandenes. Und belegte sozi...

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