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15.12.2010 / Ausland / Seite 2

»Verräter« retten Berlusconi

Italiens Premierminister übersteht Vertrauensabstimmung. Prügelei im Parlament

Micaela Taroni, Rom
Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi bleibt zunächst im Amt. Sowohl im Senat als auch in der Abgeordnetenkammer bestand der 74jährige Premierminister am Dienstag die für seine politische Zukunft entscheidende Vertrauensabstimmung.

Während im Senat seine Mehrheit als sicher gegolten hatte, mußte Berlusconi in der Abgeordnetenkammer um jede Stimme kämpfen. Schließlich sprachen ihm dort 311 Parlamentarier das Mißtrauen aus, 314 votierten für den Premier. Seinen Verbleib im Amt verdankt Berlusconi einer Spaltung der Rechtspartei »Zukunft und Freiheit für Italien« (FLI), die von seinem ehemaligen Verbündeten Gianfranco Fini gegründet worden war. Drei »Finianer« stimmten trotz anderslautender Parteibeschlüsse für die Regierung. Das löste Tumulte im Saal aus. Parlamentarier der Lega Nord und Fini-treue Abgeordnete gerieten sich in die Haare, die Abstimmung mußte kurz unterbrochen werden. Beobachter werten das Ergebnis der Abstimmung als schwere pol...

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