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15.12.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Dead end der EU

»Irland retten« heißt, die Deutsche Bank retten und Lohndumping für Exportbranchen durchsetzen. Die Alternativen sind Entschuldung und Demokratie

Werner Rügemer
Josef Ackermann ist Schweizer und Chef der Deutschen Bank. Die gehört angelsächsischen Investoren und der United Bank of Switzerland (UBS) und macht ihre Hauptgeschäfte in London, New York und auf den Cayman Islands. Ackermann spielt jetzt den glühenden Europäer. »Europa muß als Einheit bewahrt werden und darf nicht kurzfristigen ökonomischen Erwägungen zum Opfer fallen, « ließ er verlauten, nachdem er Ende November durch Brüssel tourte und den EU-Kommissionspräsidenten, den EU-Ratspräsidenten und den EU-Binnenmarktkommissar heimgesucht hatte. Lutz Raettig, Aufsichtsratschef der deutschen Niederlassung der US-Investmentbank Morgan Stanley, sagt es so: »Die Forderungen der deutschen Banken an Irland sind wichtig genug, um dem Land zu helfen.« Irland retten – das hört sich für das Wählervolk besser an als »deutsche« Banken retten.

Die EU hat Irland zum Modellstaat gemacht. Sie hat den Aufbau einer Finanzoase in Dublin gefördert – eine Finanzoas...

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