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13.12.2010 / Inland / Seite 5

Reizgas »alternativlos«

Bundesregierung kennt das Risiko von Pfeffersprayeinsätzen, hält sie aber für notwendig. Linke will im Bundestag Antrag auf Verbot stellen

Frank Brendle
Pfefferspray sitzt bei der Polizei zunehmend locker. Zugleich gerät der Einsatz des Reigases aber auch immer stärker in die Kritik. Die Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion Ulla Jelpke hat am Sonntag ein Schreiben der Bundesregierung veröffentlicht, in dem diese erkennen läßt, daß sie selbst nicht an die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Reizmittels glaubt.

Pfefferspray kann insbesondere bei Menschen, die an Herzerkrankungen oder Atemwegsinfekten leiden, schwerste gesundheitliche Schäden hervorrufen. Auch die vorherige Einnahme von Psychopharmaka oder Drogen erhöht das Gesundheitsrisiko beträchtlich. Aus den USA gibt es mehrere Berichte sowohl von unabhängigen Forschern als auch von Seiten der Regierung, die einen Zusammenhang zwischen Pfefferspray-Einsätzen und Todesfällen sehen. Die Bundesregierung umgeht die Frage nach einer potentiell tödlichen »Wirkkombination« und zieht sich darauf zurück, daß in Deutschland bislang bei keinem Todesfall »Pfef...

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