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10.12.2010 / Feminismus / Seite 15

Die Unruhestifterin

Trotz Terror und Ausnahmezustand hat Schriftstellerin Maïssa Bey ihre Heimat Algerien nie verlassen. In Frankreich wird sie für ihre literarischen Leistungen gefeiert

Christine Belakhdar
Aufrecht ist sie. Standhaft. Ihre Stimme ist warm und fest, ihre Augen leuchten beim Sprechen. Sie strahlt Authentizität aus. Weil sie sich in keine Strömung pressen läßt. Sie schreibt darüber, was sie berührt, was sie betrifft, was sie beseelt. Maïssa Bey gehört zu jenen algerischen Schriftstellerinnen, die die Leser sofort durch ihre mal ironisch-bissigen, mal poetisch verspielten Worte und die ausgefeilte Erzählstruktur überzeugten. Für ihre Werke erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, wie etwa im November dieses Jahres auf dem Literaturfestival der Stadt Creteil den »Prix de Soleil« für ihren 2010 erschienenen Roman »Puisque mon coeur est mort« (Weil mein Herz tot ist). Darin befaßt sie sich mit einer der dunkelsten Seiten der algerischen Geschichte, den 1990er Jahren, in dem nordafrikanischen Land auch »Schwarzes Jahrzehnt« genannt, und der seit 2001 zur Staatsräson erklärten Politik der nationalen Aussöhnung. Schon ihr erster Roman, »Au commencement...

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