Der Schwarze Kanal
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06.12.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Lockruf des Öls

Bolivien: Naturschützer wollen Förderung im Madidi-Nationalpark verhindern. Verdrängung der Ureinwohner und massenhaftes Artensterben und befürchtet

Frank Chavez, IPS
Umweltorganisationen in Bolivien kämpfen für den Erhalt des Madidi-Nationalparks. Die Regierung will in dem landesweit größten Naturschutzgebiet nach Erdöl bohren, ein Wasserkraftwerk bauen und Siedlungen errichten. Der Nationalpark erstreckt sich über fast 19000 Quadratkilometer in den Provinzen Iturralde und Franz Tamayo im nordwestlichen Departement La Paz. Die landschaftlichen Kontraste in dem Schutzgebiet sind groß. Dort befinden sich rund 5700 Meter hohe Berge, flache Ebenen und tropische Wälder. In 46 Dörfern leben zudem Angehörige von sechs verschiedenen Ethnien.

Die Umweltaktivisten warnen die Regierung davor, auf der Suche nach neuen Einnahmequellen Existenzen und einen immensen Artenreichtum zu zerstören.

Die Klimaschutzexpertin Carmen Capriles erklärte gegenüber IPS, der geplante Bau einer großen Straße, die Erdölförderung und das Wasserkraftwerk seien die größten Gefahren für das Naturschutzgebiet. Auch der Handel mit Wildtieren, die fortsc...



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