02.12.2010 / Inland / Seite 4

2200 Dosen Reizgas versprüht

Unmengen von Pfefferspray beim Castoreinsatz rund um Gorleben. Auch FDP-Politiker hat Bedenken gegen Einsatz. Regierung bestätigt Überflug von Tornado-Aufklärern

Frank Brendle
Von wegen Deeskalation: Beim Castoreinsatz haben Polizisten den Finger nicht mehr von ihren Pfefferspraydosen bekommen. Die Bundesregierung teilte auf Anfrage von Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, mit, allein die Bundespolizei habe nach dem Einsatz einen »Ersatzbedarf von 2190« Sprühgeräten angezeigt. Jelpke erklärte am Mittwoch, ein solch extensiver Einsatz sei »mit der Verhältnismäßigkeit der Mittel schlechterdings unvereinbar«. Angesichts der Gefährlichkeit von Pfefferspray sei die Anwendung gegen Demonstranten und Sitzblockierer »absolut illegitim«.

Die jeweilige Füllmenge der Dosen ist noch nicht bekannt. Nach Einschätzung der Linken-Abgeordneten Karin Binder hat es sich aber voraussichtlich um mehrere hundert Liter des Reizgases gehandelt. Binder hatte vor zwei Wochen ein Gutachten zu den gesundheitlichen Risiken von Pfefferspray, das schon mehrfach tödliche Folgen hatte, veröffentlicht. Das Gutachten hat den FDP-Gesundheit...

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