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01.12.2010 / Inland / Seite 4

Aufklärungswillen bezweifelt

Krebsfälle im Umfeld des Atommüllagers Asse sorgen weiter für Unruhe

Reimar Paul
Nach dem Bekanntwerden der erhöhten Krebsrate in der Umgebung des Atommüllagers Asse hat die niedersächsische Landesregierung ein transparentes Verfahren zur Untersuchung zugesagt und zu diesem Zweck eine Arbeitsgruppe beim Sozialministerium eingerichtet. Umweltschützer bezweifeln aber, daß es der Regierung mit der Aufklärung ernst ist.

Vergangene Woche hatte das Sozial­ministerium in Hannover bestätigt, daß in der Samtgemeinde Asse zwischen 2002 und 2009 18 Leukämiefälle aufgetreten sind. Lediglich acht Erkrankungen wären statistisch zu erwarten gewesen. Zudem erkrankten Frauen aus der Samtgemeinde dreimal häufiger an Schilddrüsenkrebs, als im statistischen Mittel. Die Ursache für die Krebsfälle ist unklar. Anwohner und Bürgerinitiativen schließen einen Zusammenhang mit dem im Bergwerk Asse II gelagerten Atommüll nicht aus.

Die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg glaubt schon deshalb nicht an die Aufklärungsbereitschaft der Landesregie...



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