20.11.2010 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Verträge mit der DDR wollte man in Bonn nicht kennen«

Gespräch mit Reinhard Öser. Über die geplante Versteigerung des DDR-Ausbildungsschiffes »Artur Becker«, Wrackfunde in der Ostsee und Unterwasserarchäologie

Frank Schumann
Reinhard Öser, Jahrgang 1960, einst Offizier der DDR-Volksmarine, ist Sporttaucher und Unterwasserarchäologe.

Sie sind seit den 90er Jahren wiederholt mit der »Artur Becker« gefahren, haben aus verschiedenen Gründen, auf die wir gewiß zu sprechen kommen werden, zu diesem Schiff eine persönliche Beziehung. Warum kaufen Sie es nicht?

Ich habe schon vor einem Jahr beim Eigentümer, der Hansestadt Greifswald, angefragt und einen vergleichbaren Preis zahlen wollen, den sie an die Bundeswehr zahlte, die das Schiff von der GST übernommen hatte, es dann aber gleich wieder loswerden wollte.

Ich vermute mal: eine D-Mark.

Genau. Ich bot das Doppelte: einen Euro. Notfalls wäre ich sogar bereit gewesen, den Stahl-, also den Schrottpreis aufzubringen. Aber Spaß beiseite, ich hatte auch eine kleine Investorengruppe hinter mir und ein neues Konzept erarbeitet, mit dem ich Fördergelder und zinsgünstige Darlehen für einen Umbau bekommen hätte, um das Motorschiff am Standort...

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