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10.11.2010 / Antifa / Seite 15

Gefährliche Ignoranz

Neofaschistische »Kameradschaft Aachener Land« offenbar in Sprengstoff- und Morddelikte verstrickt. Linken-Politiker fordern Verbot der rechtsterroristischen Gruppe

Markus Bernhardt
Einzelne Städte und Kommunen in Nordrhein-Westfalen entwickeln sich zunehmend zu ungestörten Aktionsräumen militanter Neofaschisten. Neben der Ruhrgebietsmetropole Dortmund, die in den letzten Jahren aufgrund massiv zunehmender Nazigewalt von sich reden machte, sind gewalttätige Rechte vor allem im Raum Aachen aktiv. So kommt es in der im Dreiländereck gelegenen Stadt seit geraumer Zeit zu Bedrohungen und Übergriffen, die meist aus dem Umfeld der »Kameradschaft Aachener Land« (KAL) verübt werden. Die Gruppierung gilt als eine der äußerst aktionsorientierten und militantesten Kameradschaften in ganz NRW. Zudem sind ihre Sympathisanten und Mitglieder weit über die Grenzen Nord­rhein-Westfalens hinaus vernetzt und aktiv.

Erst in der Nacht zum 24. Oktober wurde der 19jährige Iraker Kamal K. in Leipzig erstochen. Als Haupttäter gilt den Ermittlungsbehörden der Rechtsextremist Daniel K., der seitdem ebenso wie der Mitbeschuldigte Marcus E. wegen des Vorwurfs d...

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