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09.11.2010 / Ausland / Seite 8

»Berlusconi ist am Ende«

Politisches System Italiens in der Krise. Wo ist eine starke Opposition? Oder kommt eine Techniker-Regierung? Gespräch mit Massimo Cacciari

Raoul Rigault
Massimo Cacciari (66) ist Professor für Philosophie in Mailand. Ende der 60er Jahre zählte er zur radikalen Linken, danach war er bis 1984 Mitglied der Kommunistischen Partei (PCI). 1993 bis 2000 sowie von 2005 bis April 2010 war Cacciari Bürgermeister von Venedig

Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi und seine Ausfälle: Jetzt soll er per Telefon die Freilassung der ihm persönlich bekannten, 17jährigen Eskortdame »Ruby« veranlaßt haben, die wegen Diebstahls festgenommen war. Sind Sie von solchen Aktionen noch überrascht?

Das ist verrückt. Jeder andere Regierungschef wäre wegen weitaus weniger nach Hause geschickt worden. Es ist einzigartig, daß er sich mit dem Spruch »Besser den Frauen hinterher gucken, als schwul sein«, sogar noch zu diesem Fehlverhalten bekennt.

Berlusconis Eskapaden sind ja nicht neu. Handelt es sich hier um eine politische Krise?

Mit Sicherheit. Das ist eine politische Krise mit allem, was dazu gehört – ein Ergebnis des S...

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