09.11.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Gold schlägt derzeit alle

Dollar schwach, Dollar stark: Aktuelle Turbulenzen an den Währungsmärkten sind krisenbedingt und verschärfen den unerklärten Wirtschaftskrieg

Rainer Rupp
Unter den Blinden ist der Einäugige König. Nur so lassen sich derzeit die Wechselkurs­entwicklungen zwischen US-Dollar und Euro erklären. Allerdings wechseln sich beide Weltreservewährungen in der Wahrnehmung von Devisenhändlern je nach »Hiobsbotschaft des Tages« in der jeweiligen Rolle ab. War der Wert von einem Euro wegen des massiven Vertrauensverlustes infolge der Zahlungskrise etlicher Mitgliedsländer von einem Hoch von fast 1,60 Dollar bis zum Sommeranfang 2010 auf 1,20 gefallen, so ist er bis Mitte vergangener Woche wieder auf 1,42 US-Dollar gestiegen. Hauptgrund dafür war die Angst vor einem Rückfall der USA in eine zweite Rezession (»Double Dip«).

Mit der Ankündigung der US-Notenbank vom Mittwoch, in den kommenden sechs Monaten mit 600 Milliarden frisch gedruckten Dollar das laufende Haushaltsdefizit der US-Bundesregierung zu bezahlen, schien der weitere Abwärtstrend der »Greenback« programmiert. Als wertbeständig erweist sich lediglich Gold. Da...

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