28.10.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Besatzungshelfer gesucht

Ausbildung, Drogenbekämpfung, Grenzsicherung: NATO will russische Soldaten für Afghanistan

Rainer Rupp
Man sollte annehmen, daß Moskau seine Lektion in Afghanistan gelernt hat, wo die Sowjetarmee dank der tatkräftigen Unterstützung der USA für die islamistischen Gotteskrieger in den 1980er Jahren an die 50000 Soldaten verloren hat. Geht es aber nach der US-Regierung und NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen, dann werden schon bald wieder russische Soldaten am Hindukusch ihr Leben lassen, diesmal allerdings nicht für den Sieg des Sozialismus, sondern für die NATO. Entsprechende Projekte mit Aufgabenstellungen für russische Soldaten in Afghanistan als Hilfstruppen an der Seite der westlichen Besatzer hatte Rasmussen bereits im Dezember vergangenen Jahres bei seiner Visite in Moskau im Gepäck gehabt. Es war der erste Besuch des Generalsekretärs gewesen seit der georgischen Aggression gegen Südossetien im August 2008 und den daraus resultierenden Spannungen zwischen der NATO und Rußland. Damals hatte der Kreml auf das unmoralische Angebot aus dem Westen n...

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