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23.10.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir fordern Kennzeichnungspflicht«

Amnesty International führt Kampagne gegen rechtswidrige Polizeieinsätze und Übergriffe auf Demonstranten. Strafverfolgung gewalttätiger Beamter gefordert. Ein Gespräch mit Katharina Spieß

Markus Bernhardt
Dr. Katharina Spieß ist Polizeiexpertin bei Amnesty International

In den letzten Wochen haben die Polizeigewerkschaften verstärkt angeblich ansteigende Gewalt gegen Beamte beklagt. Übergriffe der Beamten gegen Demonstranten sorgen hingegen nur kurzzeitig für öffentliche Empörung und bleiben oftmals ohne Konsequenz für die Täter. Über wie viele Fällen polizeilicher Gewalt ist Ihre Organisation in letzter Zeit informiert worden?

Wir greifen Fälle auf, die an uns herangetragen werden. Wöchentlich bekommen wir zwischen sieben und fünfzehn Meldungen von Menschen, die uns mitteilen, daß sie Opfer rechtswidriger Polizeigewalt geworden sind.

Wer wendet sich an Sie?

Das ist ganz unterschiedlich. Es werden uns Vorwürfe aus ganz unterschiedlichen Kontexten gemeldet. Oftmals sind es Demonstrationsteilnehmer, die sich bei uns melden. Beispielsweise aktuell aufgrund des Polizeieinsatzes gegen die Gegner von »Stuttgart 21« Ende September.

Melden sich auch Migranten, die...


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