20.10.2010 / Ausland / Seite 7

Solidaritätsbesuch

Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist zum neunten Mal im Iran eingetroffen. Aufregung um Atompläne

André Scheer
Die iranische Regierung zeigt sich von den Sanktionen unbeeindruckt, die vor allem die USA und die Europäische Union gegen das Land am Golf verhängt haben. Am Dienstag erklärte »Revolutionsführer« Ayatollah Sayyed Ali Khamenei bei einer Rede in der den Schiiten heiligen Stadt Ghom, das Embargo habe keine spürbaren Folgen hinterlassen. Die »Feinde Irans« seien mit der Absicht gescheitert, das Volk von der Regierung zu entfremden, sagte das religiöse Staatsoberhaupt.

Diese Einschätzung teilt offenbar auch Venezuelas Präsident Hugo Chávez, der in der Nacht zum Dienstag zu seinem neunten Iranbesuch in Teheran eintraf und dort vom iranischen Staatschef Mahmud Ahmadinedschad mit militärischen Ehren empfangen wurde. Im Mittelpunkt der Gespräche soll dabei einem Bericht der englischsprachigen Tageszeitung Tehran Times zufolge die Gründung einer gemeinsamen venezolanisch-iranischen Erdölflotte stehen, die täglich etwa eine halbe Million Barrel venezolanisches Erd...

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