Der Schwarze Kanal
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20.10.2010 / Feuilleton / Seite 8

»Lenken Arbeitgeber nicht ein, machen wir einen Vollstreik«

Die Berliner Opernorchester verstärken ihren Arbeitskampf um ein gerechtes Gehalt. Ein Gespräch mit Matthias Kamps

Sigurd Schulze
Der Trompeter Matthias Kamps ist Delegierter der Komischen Oper Berlin in der Tarifkommission der Deutschen Orchestervereinigung

Im Tarifstreit mit dem Berliner Senat haben die Orchester der Komischen Oper und der Deutschen Oper bereits zweimal Opern- und Ballett­aufführungen bestreikt. Was sagen Sie zur Forderung des Deutschen Bühnenvereins, die Streiks zu beenden? Fürchten Sie nicht, Ihr Publikum zu vergraulen?

Die Arbeitgeber verwechseln Ursache und Wirkung. Selbstverständlich sind wir für unser Publikum da, es gibt auch keinen Musiker, der nicht gern spielt. Daß wir aber streiken müssen, hat uns die Arbeitgeberseite durch ihre sture Haltung aufgezwungen. Wir verlangen nicht mehr als das, was den Musikern der Opern- und Kulturorchester in den anderen Bundesländern durch den neuen Tarifvertrag seit 1.Januar zusteht. Wenn wir streiken, sprechen wir auch mit den Opernbesuchern – fast alle sagen: Ihr habt recht!

Sie haben erklärt, es gehe Ihnen nicht...


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