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20.10.2010 / Feuilleton / Seite 12

Eben doch nur Andacht

In »Hitler und die Deutschen« und sich selbst verliebt: Das Deutsche Historische Museum in Berlin

Matthias Reichelt
Hitler und kein Ende« heißt das letzte von acht Kapiteln der Ausstellung »Hitler und die Deutschen«, die seit Freitag im Deutschen Historischen Museum Berlin (DHM) zu besichtigen ist. Die zeitgenössische Rezeption der populärsten Persona non grata auf allen Kanälen wurde von den Ausstellungsmachern unter Leitung von Hans-Ulrich Thamer mitgedacht. Auch wenn »der Führer« schon in unzähligen Ausstellungen zu Verbrechen der Nazis eine zentrale Rolle gespielt hat, scheint es immer noch problematisch, die Beschäftigung mit ihm zum Titel zu machen. Und dies bei einer nicht verebbenden Flut von Farbdokumentationen auf Spiegel-TV oder Pseudoaufklärung von Guido Knopp.

Zu erinnern ist daran, daß 1994 vor allem auf Druck der Jüdischen Gemeinde eine vom DHM bereits annoncierte Ausstellung Rudolf Herz’ über Hitlers Zusammenarbeit mit dem Fotografen Heinrich Hoffmann abgesagt werden mußte. Sie war wissenschaftlich fundiert und sollte vom Münchner Stadtmuseum übe...

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